Bericht: Berufsfeuerwehrtag 2026 bei 35 Grad und einem hohen Einsatzaufkommen für die Jugendlichen der Jugendfeuerwehr Rohrbach
Am vergangenen Wochenende hieß es wieder 24 Stunden Alarmbereitschaft für die Jugendfeuerwehr in Rohrbach, denn es war wieder Zeit für den Berufsfeuerwehrtag 2026.
Um 8:30 Uhr bezogen, teils noch etwas verschlafen die 9 Jugendlichen das Feuerwehrhaus. Spätestens nach dem reichhaltigen Frühstück und der aufgehenden Sonne, die in die Fahrzeughalle des Feuerwehrhauses schien, waren dann auch alle wach und gut gestärkt für das, was alles noch passieren sollte.
Zügig wurden die Schlafplätze im Aufenthaltsraum verteilt und die Betten aufgebaut, wohl wissend das dort nicht allzu viel Zeit drin verbracht werden würde.
Danach ging es an das Überprüfen der Geräte am Löschfahrzeug. Hier wurde, wie bei der Berufsfeuerwehr üblich zu Dienstbeginn das Fahrzeug auf Mängel und Defekte an den Geräten überprüft, damit es im Einsatz zu keinen bösen Überraschungen kommt.
Kurz darauf ging es auch schon zum ersten Einsatz des Tages. Bei bereits 30 Grad im Schatten musste eine entlaufene und als vermisst gemeldete Person in einem Waldstück an der Waldhohl gesucht werden. Nach ca. 1 Stunde konnte die Person sicher unter Begleitung des MTW und 2 Kameraden der Jugendfeuerwehr aus dem Wald gebracht werden. Die restlichen zweiter-Teams im Wald konnten daraufhin die Suche abbrechen und auch zum Ausgangsort kommen.
Zurück an der Feuerwache war dann die Uniform bereits das erste Mal durchgeschwitzt uns musste zum trocken aufgehängt, oder besser gesagt in die Sonne gelegt werden.
Um kurz vor 11 an diesem Vormittag kam es zur zweiten Alarmierung. Es ging überraschenderweise nach Elsenz. Am dortigen Raiffeisen-Standort war es zu einem Brand eines Teleskopladers und eines Anhängers mit Getreide gekommen. Die Rohrbacher Jugendfeuerwehr machte sich auf der langen Anfahrt für den Löschangriff bereit. Dort angekommen wurden die Jugendlichen von Lukas Fischer und Samuel Müller eingewiesen und der Gruppenführer Luke bekam die Lage geschildert. Zügig veranlasste er den Aufbau einer Wasserversorgung mit dem Unterflurhydranten und einen Löschangriff mit 2 C-Rohren. So konnte nach ca. 30min „Feuer schwarz“ gemeldet werden. Auch Eltern wohnten dem Schauspiel bei und konnten ihre Kinder in Aktion live erleben und waren ziemlich stolz auf ihre Schützlinge.
Natürlich durfte auch hier der Spaß nicht zu kurz kommen und auch das obligatorische Bad im Wasserstrahl des Strahlrohres war eine willkommene Abkühlung für alle.
Wieder am Feuerwehrhaus angekommen hieß es Fahrzeug wieder einsatzbereit machen, Uniformen erneut trocken und dann den Hunger mit selbstgemachter Pizza stillen. Danke an Jeremy für das Backen der Pizza. Allen hat es wirklich gut geschmeckt.
Mittleerweile hatten die Temperaturen die 35 Grad-Marke überschritten. Jedoch kein Grund Müdigkeit vorzutäuschen. Zügig ging es mit Mittagshitze zu einem gemeldeten Verkehrsunfall im Bereich des Sportplatzes.
Dort ist ein Fahrzeug mit einem Motorrad zusammengestoßen. Dabei wurde auch eine Person verletzt. Da der Rettungsdienst noch nicht an der Einsatzstelle vor Ort war, übernahm die Wehr die Erstversorgung der verletzten Motorradfahrerin. Zudem wurde durch den Gruppenführer die Sicherung der Einsatzstelle angewiesen. Auch der Brandschutz wurde sichergestellt und die Batterie des Autos vorsichtshalber abgeklemmt, damit es in Verbindung mit den auslaufenden Betriebsstoffen zu einem Brandereignis kommen kann. Professionell und gut erstversorgt konnte die Person an den Rettungsdienst kurze Zeit später übergeben werden. Die Sperrung der Straße konnte nach dem Einsatz wieder aufgehoben werden und die Heimfahrt angetreten werden.
Im Juli ist ja bekanntlich die Ernte von Getreide im vollen Gange und so hieß es an diesem Nachmittag „Flächenbrand“ am Mönchsberg. Die Jugendlichen rüsteten sich aus und sondierten vor Ort die Lage. Bei der Hitze nicht verwunderlich, dass sich ein Stoppelfeld entzündet. Auch hier heiß es wieder Löschwasserversorgung sicherstellen und aus vollen Rohren löschen. Gleich 3 parallel eingesetzte Hohlstrahlrohe wurden dem Feuer entgegengesetzt und konnte schließlich zu einem Löscherfolg verhelfen. Nach der schweißtreibenden Arbeit wurden wir von Eltern mit kalter Cola und Wassereis verwöhnt, bevor es dann ans Zusammenräumen ging. Die stark verschmutzen Schläuche wurden gewaschen und das Fahrzeug wieder in einen einsatzbereiten Zustand versetzt. Durch die immer heißeren Sommer sind auch in der Realität solche Einsätze an der Tagesordnung, wenn die Ernte in vollem Gange ist. Denn der Berufsfeuerwehrtag ist mehr als nur Spaß, sondern soll die Jugendlichen auf die spätere Karriere und dessen Aufgaben in der Feuerwehr vorbereiten.
Und es blieb keine Pause zum Verschnaufen. Gerade erst hatten alle die nasse Uniform ausgezogen, so musste sie schon wieder angezogen werden. Die Melder schrillten erneut. Dieses Jahr hatten die Jugendlichen wie in der aktiven Wehr auch eigene Melder in der Tasche, die sie zu den Einsätzen aus der Freizeit alarmierten.
Gemeldet war eine Tiernotlage. Der Besitzer meldete, dass sein Haustier nicht mehr vom Dach der Bushaltestelle herunterkam und nun die Feuerwehr bittete sein geliebtes Haustier vom Dach zu holen. Durch den Wasser- und Schlauchtrupp wurde die Steckleiter vorgenommen und das Tier in Rekordzeit vom Dach holte. Nach gerade einmal 10 min war der 5. Einsatz des Tages abgearbeitet.
Nun war endlich Zeit für die Kaffeepause, zwar etwas verspätet, aber die Einsätze kennen halt keine Ruhezeiten. Benjamin spendierte der Jugendfeuerwehr einen Kuche im Motiv eines Feuerwehrautos und auch Eltern der Jugendlichen brachten einen Kuchen mit. Vielen Dank an dieser Stelle für den Support von Eltern und Funktionären der Feuerwehr Eppingen das dieser Tag wieder möglich war. Ohne die Unterstützung vom Kommandant Samuel Müller und weiteren Aktiven wäre dieser Tag nicht möglich. Dankeschön.
Am späten Nachmittag wurde das Fußballspiel auf dem Parkplatz vor der Dreschhalle unterbrochen durch den Alarmton der Melder.
Gemeldet war ein Leck in der Pipeline auf der Rohrbacher Gemarkung. Durch den Betreiber konnte ein Druckabfall festgestellt werden, dieser alarmierte die Feuerwehr. Die beiden Fahrzeuge der Rohrbacher-Wehr wurden durch die Jugendlichen unverzüglich besetzt und konnten ausrücken. Das LF führ die beiden Ölsperren an, der MTW setzte 3 Trupps an verschiedenen Bereich der Pipeline ab. Die Lauftrupps kontrollieren den Bereich der Pipeline, um das mögliche Leck zu finden. Parallel dazu wurden die beiden Ölsperren gesetzt, um ein Ausbreiten von Öl zu verhindern.
Nach ca. 1,5 Stunden konnte kein Leck festgestellt werden.
Nun war es Zeit für eine Stärkung. Alex Hipp hatte wie jedes Jahr den Grill angeworfen und für die Jugendlichen gegrillt. Vielen Dank für deine Unterstützung jedes Jahr.
Es gab frische Steaks und Grillwürstchen mit Kartoffel- Möhren und Blattsalat sowie Brötchen. Alle ließen sich die Stärkung schmecken und freuten sich auf den Abend. Die Betreuer konnten nun sich nun auch etwas entspannen und mit den Jugendlichen auf dem Vorplatz der Dreschhalle die überschüssigen Kräfte beim Ball-Spielen loswerden. Ein schönes Miteinander nahm dann mit dem Einbruch der Dunkelheit sein Ende, der Berufsfeuerwehrtag aber noch lange nicht.
Kaum im Bett kam ein Einsatz: „Ölspur“ wie konnte es fast anders sein war das Alarmstichwort. Im Bereich des Schulpfades kam es zu einem technischen Defekt an einem Fahrzeug, die Folge war ein massiver Ölverlust. Mit teilweise mehr oder weniger Tatendrang machten sich die Jugendlichen zu später Stunde ans Werk. Bewaffnet mit Besen, Schaufel und einiges an Bindemittel konnte die Ölspur gegen Mitternacht beseitigt werden und die Straßen um 0:30 Uhr für den Verkehr wieder freigegeben werden.
Nun hieß es aber dann doch wohl Schlafenszeit, naja oder wieder mache Jugendliche meinte Zeit zum Spielen von Gemeinschaftsspielen. Als dann gegen 2 Uhr auch Ruhe im Feuerwehrhaus Einklang hielt. Gegen 8 Uhr am nächsten Morgen wurden die Jugendlichen mit frischen Brötchen und Sonne geweckt. Gemeinsam wurde gefrühstückt und sich dann ans Putzen des Feuerwehrhauses gemacht.
Lüften war im Aufenthaltsraum mehr als notwendig und auch sonst musste besonders in der Küche und in der Fahrzeughalle Hand angelegt werden. Alle halfen kräftig mit und so konnten gegen 10:30Uhr alle ihren wohl verdienten „Feierabend“ an diesem Sonntag antreten. Bei manchen hatten die vergangen 24 Studen doch einiges an Spuren hinterlassen und auch teils etwas übermüdet ging es dann mit Sack und Pack nach Hause.
Ein doch sehr gelungener Berufsfeuerwehrtag 2026 lag hinter der Jugendleitung der Jugendfeuerwehr Rohrbach. Vielen Dank an alle die geholfen haben, dass dieser Tag ein voller Erfolg war. Wir freuen uns bereits auf das kommende Jahr.